Tipps für mehr Nachhaltigkeit

  1. Auf regionale Rohstoffe setzen.
    Der Ziegel besteht aus wenigen natürlichen Inhaltsstoffen. Durch die regionale Verfügbarkeit der Rohstoffe Ton und Wasser gibt es keine langen Transportwege.
  2. Die heimischen Betriebe unterstützen.
    Der Ziegel kommt aus deiner Nachbarschaft direkt zu dir auf die Baustelle und bringt so Wertschöpfung in deine Region. Durch deine Unterstützung kann das auch in Zukunft so bleiben – ohne Importe, ohne Tranportwege.
  3. Mit alten Ziegeln etwas Neues bauen.
    Durch seine Robustheit kann der Ziegel über viele, viele Jahre als Baustoff genutzt werden. So kann er bei Abbruch einer Baustelle, auf der nächsten noch einmal zum Einsatz kommen und langlebig ist nachhaltig.

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3 Tipps für ein Haus zum Genießen

  1. Ziegel sind massiv und das macht sie zu einem natürlichen Schallschutz. Die Masse lässt sich nur sehr schwer in Schwingung versetzen und somit kommen keine störenden Geräusche durch – nicht von der Straße, nicht von den Nachbarn, nicht mal von lauter Musik im Nebenraum. Ziegel gibt es in unterschiedlichen Abmessungen. Was für dein Bauvorhaben am besten geeignet ist, erfährst du auf ziegel-technik.at
  2. Ziegel sind massiv und das macht sie auch zu einem natürlichen Wärmespeicher. Die kalte Außenluft wird abgehalten und die warme Innenraumluft bleibt im Haus. Durch seine besondere Struktur mit feinen Poren kann der Ziegel zusätzlich Feuchtigkeit puffern, was das Raumklima jederzeit zum wahren Wohlfühlklima macht.
  3. Ziegel sind massiv und das macht sie zu einem natürlichen Bollwerk für Wind und Wetter. Ziegel werden bei knapp 1.000 Grad gebrannt und sind somit feuerfest. Ihre Form macht sie stabil und langlebig, was ein Sicherheitsgefühl für Generationen schafft.

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Tipps zum Klimaschutz

  1. Der erste Grund, warum Ziegel Klimaretter sind, liegt in deren Rohstoffen. Ziegel bestehen aus regional verfügbaren und  ökologisch unproblematischen Zutaten, nämlich Ton und Wasser. Beides ist in Österreich regional vorhanden. Die Gewinnung hinterlässt nach Auflösung der Tongrube sogar biologisch vielfältige und für bedrohte Arten sehr wertvolle Lebensräume.
  2. Der Herstellungsprozess verursacht keinerlei luftverunreinigende Emissionen. Die Ziegel werden zuerst an der Luft getrocknet und dann im Feuer gebrannt.
  3. Der dritte Grund sind die geringen Transportkosten. Die regionale Herstellung in ganz Österreich macht Ziegel in einem Umkreis von wenigen Kilometern verfügbar. Einen Welthandel mit Ziegeln gibt es praktisch nicht. Das spart Co2 und schont die Umwelt.

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Tipps zum Ressourcenschonen

  1. Ziegel haben eine sehr lange Nutzungsdauer. Ein Ziegelbau kann mehrere hundert Jahre bestehen, dafür finden sich nicht nur auf der ganzen Welt (z. B. Chinesische Mauer), sondern auch in Österreich (z. B. Wiener Ringstraßen-Bauten) viele Zeugen. Um ein Haus auch über Generationen hinweg bewohnen zu können, sollte schon in der Planungsphase auf eine nutzungsoffene Architektur geachtet werden.
  2. Dank ihrer besonderen Nutzungseigenschaften – Robustheit und Feuerfestigkeit – sind Ziegelhäuser nahezu unverwüstbar. Auch Hochwasser kann der Ziegel standhalten, er trocknet wieder aus, ohne seine Statikeigenschaften zu verlieren.
  3. Der dritte Grund ist die spezielle Kreislauffähigkeit der Ziegel. Kommt es zum Abriss eines Bauwerks, wird der Ziegel im schlimmsten Fall zu Staub, im besten Fall lässt er sich neu verwenden, im Ganzen oder als Ziegelbruch im Straßenbau oder als Granulat. Beispiele dafür, dass Ziegel selbst nach hundert Jahren noch verwendet werden können, sind diverse Weinkeller.

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Tipps für ein „wertvolles“ Zuhause

  1. Die richtige Basis schaffen!
    Bereits vor dem Bau sollte man sich gut beraten lassen, welcher Ziegel und vor allem auch welche Ziegelstärke für den Standort und die Bedürfnisse am geeignetsten ist. Einen Überblick über die Ziegel und Kontakte zu den österreichischen Herstellern findest du auf www.ziegel-technik.at
  2. Vorausschauend planen!
    In der Planungsphase sollte die Barrierefreiheit in der Breite von Gängen und Räumen mitgedacht werden. Wünsche und Bedürfnisse verändern sich über die Jahre. Sollten trotz sorgsam überlegter Planung zu einem späteren Zeitpunkt Änderungen erforderlich werden, ist man mit dem Baustoff Ziegel jedenfalls auf der sicheren Seite. Auch nach Jahren lassen sich die Anforderungen an moderne Wohnräume noch problemlos umsetzen.
  3. Energiekosten sparen!
    Für den Verkaufspreis eines Hauses spielt nicht zuletzt auch die Haustechnik eine wesentliche Rolle. Der Fokus sollte auf erneuerbaren Energien vor Ort (Solarthermie, Fotovoltaik ...) liegen. Die bevorzugte Nutzung lokaler Energiequellen sorgt für eine langfristige Flexibilität im Betrieb. Preissteigerungen von Brennstoffen können über Jahrzehnte vernachlässigt werden und auch eine gewisse „Autarkie“ und damit Unabhängigkeit ist möglich.

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Tipps für den Ziegel-Regionalitätscheck

  1. Jeder heimische Ziegel trägt einen Herkunftsstempel. Dieser wird in den noch formbaren Lehm eingeprägt und schließlich eingebrannt – absolut fälschungssicher. Diese Herstellermarken gehen geschichtlich weit zurück. Im Ziegelmuseum Wien gibt es einen Ziegel aus dem Zweistromland mit Keilschrift, dieser ist ca. 3500 bis 4000 Jahre alt. Die ersten Herstellermarken bestanden aus einem oder zwei Buchstaben, die in der Regel die Initialen der Ziegelei waren. Später wurde zum Namen auch noch der Herkunftsort kombiniert. Heutzutage erhält der Herkunftsstempel folgende Daten: Herkunftskennzeichnung des Werkes und genaues Datum der Produktion (Chargennummer) sowie die Zertifikatsnummer. Durch die DoP- (Declaration of Performance = Leistungserklärung) -Nummer, die als „CE - ...“ angegeben werden muss, kann man bei jedem Ziegel nachverfolgen, woher er kommt. Für die Örtliche Bauaufsicht (ÖBA) bzw. für alle Interessenten ist somit eine leichte Prüfung der Einbauzulässigkeit und der Erfüllung der gesetzlichen Bau-Bestimmungen möglich.
  2. Ein zweiter Grund, warum man sich sicher sein kann, dass der Ziegel nicht aus Übersee nach Österreich gebracht wird, ist sein Verhältnis aus Gewicht zu Preis. Ziegel sind so schwer und dabei so billig, dass es sich schlichtweg nicht lohnen würde, sie rund um die Welt zu transportieren. Ein Kilo Brettschichtholz kostet etwa 12 Euro. Ein Kilo Bananen etwa 2 Euro. Ein Kilo Ziegel kostet nicht einmal 50 Cent. Daher gibt es auch keinen Welthandel mit Ziegel. Wenngleich der Ziegel jeden Cent wert ist, denn er erfüllt alle Anforderungen an Wertbeständigkeit, Sicherheit, Gesundheit, Behaglichkeit, ist ein vielseitiger Allrounder und das Spitzenprodukt österreichischer regionaler Wertschöpfung und in Anbetracht seiner Langlebigkeit und Nachhaltigkeit ist er immer erstklassig im Vergleich mit anderen Baustoffen im Rennen.
  3. Ein dritter Tipp ist, nach heimischen Verbänden zu recherchieren, zu denen sich die Ziegelhersteller zusammengeschlossen haben – wie zum Beispiel der Initiative Ziegel. Die Industriebetriebe haben sich hier in punkto Produktqualität freiwillig (!) strengeren Auflagen verschrieben als vom Österreichischen Institut für Bautechnik vorgegeben. Das ist ein Garant für heimische Produktion und österreichische Qualität. Mehr Infos dazu unter: www.ziegel-technik.at

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Heiße Tipps bei Sommerhitze

  1. Um gut durch heiße Sommertage zu kommen, sollte man tagsüber nur kurz und kräftig lüften, besser bekannt unter dem Namen "Stoßlüften".
  2. Nachts hingegen empfehlen wir, dauerhaft zu lüften, am besten durch eine „Querlüftung“. Das heißt gegenüberliegende Fenster oder Fenster in verschiedenen Ebenen öffnen.
  3. Wer noch mehr erfahren möchte, wirft am besten einen Blick in die Broschüre Sommertauglich Bauen des OÖEnergiesparverbands: www.energiesparverband.at/broschuere

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3 Tipps für den Frühjahrs-Check

  1. Beim Frühjahrs-Check sollten vor allem Übergänge in der Außenhaut, wie zum Beispiel zwischen den Mauern und dem Dach auf Risse und Feuchtigkeit hin untersucht und die Fenster und Türen auf Dichtheit überprüft werden. Die ÖNORM B 1300:2018 02 01 empfiehlt ein jährliches Prüfintervall für folgende Fassadenteile oder Mängel:
    • Risse/lose Teile/Hohlstellen
    • Verformungen/Sprünge (z. B. Glas)
    • Korrosionsspuren/Abplatzungen
    • Wassereintritte/Hinternässung
    • Befestigungen/Abdeckungen/Verfugungen
    • Elemente für die Fassadenbegrünung, Pflanzgefäße/Empfangseinrichtungen (z. B. SAT-Anlagen)
    • Anbringung von dichten Sichtschutzeinrichtungen aufgrund der Windlast
    • Wetter- und Sonnenschutzelemente
  2. Regenrinnen sollten von Schmutzansammlungen befreit werden. Macht man das nicht und diese laufen regelmäßig über, werden die Außenmauern unnötig Feuchtigkeit ausgesetzt.
  3. Bei allen Beobachtungen gilt: Stellt man einen Mangel fest, sollten Fachleute zu Rate gezogen werden. Sie können den Ursachen auf den Grund gehen und helfen, mögliche Folgeschäden zu vermeiden.

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3 Tipps für deine Sicherheit

  1. Ziegelhäuser sind so robust, dass sie selbst nach Überschwemmungen schnell wieder bewohnbar sind. Durch die Kapillarstruktur des Ziegels trocknen die Wände in kurzer Zeit wieder völlig aus, die Dämmwirkung bleibt erhalten und die Sanierungskosten sind um ein Vielfaches geringer als bei anderen Baustoffen. Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, raten wir, schon bei der Auswahl des Baugrundstückes Einblick in die Hochwasserkarte der Gemeinde zu nehmen und Gefahrenzonen zu meiden.
  2. Als mineralischer Baustoff ist der Ziegel unbrennbar – er wird kategorisiert in der besten Brandschutzklasse A1. Analysen zeigen, dass Gebäude in Massivbauweise bis zu drei Stunden Feuerwiderstandsdauer aufweisen. Weil vorsorgen besser als löschen ist, sollte offenes Feuer – und wenn es auch nur kleine Kerzen sind – nie unbeaufsichtigt bleiben, zum Einsatz kommen sollten nur einwandfreie Elektrogeräte ohne Defekte, Kontaktfehler oder Kabelschäden und achten Sie beim Einsatz von elektrischen (Heiz-)geräten immer auf ausreichenden Abstand zu brennbaren Materialien.
  3. Ziegel sind nicht nur robust, sondern auch extrem langlebig und bieten so vielen Generationen ein sicheres Dach über dem Kopf. Darüber hinaus eigenen sich Ziegelhäuser bestens zum Umbauen oder Erweitern. Damit es beim Aufstocken von alten Mauern und unbekanntem Untergrund zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt, sollte man schon im Vorfeld einen Statiker zu Rate ziehen.

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3 Tipps zum Wohlfühlen

  1. Um den positiven Einfluss des Ziegels auf das Innenraumklima zu unterstützen, sollten auch wohngesunde, mineralische Wandbeschichtungen verwendet werden. Wandfarben auf Kalkbasis tragen zu einem gesunden Raumklima bei.
  2. Wer lieber auf Farbe verzichtet und auf industrial chic mit unverputzten Ziegelwänden im Wohnraum steht, sollte auf vermörtelte Lagerfugen und Stoßfugen achten. Denn dort, wo die einzelnen Ziegelsteine zusammengesetzt werden, muss die Mauer absolut luftdicht sein. Für noch mehr Expertentipps, besuch uns auch auf www.ziegel-technik.at/fachinformation
  3. Der Ziegel leistet einen ganz wesentlichen Beitrag zum Wohlfühlklima. Damit wir es in den eigenen vier Wänden so richtig behaglich empfinden, müssen auch die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit passen. Je nach Aktivität und Bekleidung sollte die Temperatur zwischen 20 und 24 °C und die Raumluftfeuchte zwischen 40 und 60 % liegen.

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